Rein in den Verein


Projekt „Rein in den Verein“

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftungen der Sparkasse Holstein und des Kreissportverbandes Stormarn e.V.

  1. Programmbeschreibung und Ausgangslage
    Vielen Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen (bzw. Sozialleistungen) bleibt die Chance einer Vereinsmitgliedschaft versperrt, da die Vereine besonders im Hinblick auf schon ermäßigte Beiträge für Kinder und Jugendliche oder sozial schlechter gestellten Personen – mit der Finanzierung ihrer Angebote an Grenzen gerät, die durch Vereinsaktivitäten und –anstrengungen nicht mehr aufzufangen sind.

    Hier setzt das Projekt an und ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen bzw. die ihr Einkommen über Sozialtransfers beziehen, die Vereinsmitgliedschaft. Über die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen, die nicht zu dem beschriebenen Personenkreis gehören, entscheidet im Einzelfall der Vorstand des Sportvereins.

    Sportvereine bieten wie kaum eine andere Institution die Möglichkeit der Integration. Jeden, den wir in der Jugend nicht in unseres Sozial- und Gesellschaftssystem integrieren können, für den müssen wir später mit wesentlich höheren Kosten zur Eingliederung rechnen. (Lt. Statistik Landessportverband Schleswig-Holstein ca. 60.000 €)

    Die Finanzierung des Projektes „Rein in den Verein“ kann bis zu 80 %: erfolgen durch:

    • Kreissportverband Stormarn

    • Stiftung der Sparkasse Holstein

    • Gemeinde/Kommune

    • Örtlicher Sportverein

    Entscheidend bei der Aufstellung ist, ob sich Ihre Gemeinde an diesem Projekt beteiligt.

  1. Kosten
    Es wird für die weiteren Ausführungen von einem Jahresbeitrag ausgegangen, wobei der Sportverein neben ihrem Anteil von 1/5 an dem Projekt auch auf die Erhebung eines Aufnahmebeitrages in Höhe von einem Monatsbeitrag zu 4/5 verzichtet.

  2. Kontaktaufnahme
    Die Kontaktpersonen und Ansprechpartner für das Projekt „Rein in den Verein“ sollen sein:

    • Die Sozialämter der Städte und Gemeinden

    • die Mitarbeiter der ARGE

    • Lehrer der Schulen

    • Jugendamt

    • Mitarbeiter der örtlichen Jugendeinrichtungen

    • die Mitarbeiter der zuständigen Polizeistation

    • und die Kinderärzte

Dieser Personenkreis wird von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft über das Projekt und über die Ziele eingehend unterrichtet und sie erhalten einen Flyer, der als Anlage beigefügt ist. Diesen Zettel händigen sie an die Kinder und Jugendlichen aus, von denen Sie der Auffassung sind, dass sie zu dem Personenkreis gehören, die von dem Projekt erfasst werden sollten. Um Missbrauch auszuschließen, sollen die Kontaktpersonen den Zettel mit ihrem Namen und einen Stempel versehen.

  1. Verfahren
    Das Kind bzw. der Jugendliche geht mit diesem Zettel zu einem Ansprechpartner in die Geschäftsstelle des Sportvereins. Er legt den Zettel vor, teilt mit welche Sportart er betreiben möchte und erfährt Trainingszeiten und Ort sowie den Namen des Trainers. Der Trainer wird ebenfalls informiert, um

    • dem Kind bzw. Jugendlichen den Einstieg –bei Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte- zu erleichtern und mögliche Hemmschwellen des Kindes bzw. Jugendlichen abzubauen.

  1. Finanzielle Abwicklung
    Die ordnungsgemäße finanzielle Abwicklung des Projektes wird durch den Kreissportverband Stormarn und den beteiligten Vereinen gewährleistet.

  2. Projektdauer
    Zunächst soll das Projekt für einen Zeitraum von einem Jahr angelegt sein. Nach Abschluss des Projektes wird ein Bericht für den KSV Stormarn erstellt.

    Ende 2008 entscheiden die jeweiligen Gremien des KSV und der Sparkassen- Stiftung, ob das Projekt fortgeführt wird.


    Peter K. Voss
    Vorsitzender KSV Stormarn e.V.
    Februar 2008